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Piroggen - das Rezept von meiner Schwiegermama -

Piroggen – das Rezept von meiner Schwiegermama

Polen01Piroggen gibt es in Polen mit vielen verschiedenen Füllungen: Fleisch, Sauerkraut, Pilze oder sogar süß mit Kirschen. Der Klassiker aber sind Pierogi ruskie – mit Kartoffeln und Quark. Und so macht sie meine polnische Schwiegermama. 

Grazyna und ichWie Rafał und Michał von Pan Kowalski schon gesagt haben, mag Piroggen in Polen eigentlich keiner selbst machen, weil sie so aufwändig in der Zubereitung sind. Ich habe es trotzdem gemacht. Zusammen mit Grazyna, meiner polnischen Schwiegermama, habe ich die vegetarische Variante „Pierogi ruskie“ gekocht. Und damit euch die Lust aufs Selbermachen nicht vergeht, hier die drei wichtigsten Tipps von ihr.

Die 3 wichtigsten Tipps von Grazyna

  1. Pierogi ruskie sind mit gekochten Kartoffeln und einem polnischen Quark gefüllt, den es so in Deutschland nicht zu kaufen gibt. Nehmt stattdessen einfach Schichtkäse, der kommt dem polnischen Original am Nächsten.
  2. Für mal eben schnell nach Feierabend sind Piroggen eher nichts. Insgesamt solltet ihr schon 2 Stunden Zeit mitbringen, dafür habt ihr am Ende eine Art selbstgemachte Pasta. Und das sogar für wenig Geld.
  3. Piroggen lieben Pfeffer. Also spart nicht damit.

Zutaten für 28 Piroggen bzw. 3-4 Portionen:

  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Öl
  • 100 ml warmes Wasser
  • 300 g mehligkochende Kartoffel
  • 130 g Schichtkäse (kommt dem polnischen Käse am nächsten)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 TL Butter
  • Salz und (viel) schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Und so geht’s:

Als erstes solltet ihr die Kartoffeln schälen und in Salzwasser ca. 20-30 Minuten kochen lassen, bis sie gar sind. In der Zwischenzeit wird der Teig zubereitet.

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Dazu muss das Mehl zunächst gesiebt werden. Das sorgt für mehr Luft im Teig und die Piroggen werden am Ende dadurch fluffiger. Dann verquirlt ihr das Ei und gebt es mit einem gestrichenen Teelöffel Salz, dem Wasser und dem halben Teelöffel Öl zum Mehl. Jetzt müsst ihr kneten.

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Meine Schwiegermutter benutzt dazu zuerst ihre Knetmaschine. Ist der Teig so fest, dass er nicht mehr am Rand der Schüssel kleben bleibt, geht es von Hand weiter. Und dann muss mindestens zehn Minuten geknetet werden.

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Da wird der Teig auch mal richtig mit dem Nudelholz durchgeprügelt.

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Am Ende sollte der Teig geschmeidig sein und glänzen. Wenn man ihn durchschneidet, sollten kleine Luftbläschen zu sehen sein, so wie hier. Erst dann ist er fertig.

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Ist der Teig fertig geknetet, darf er für 30 Minuten abgedeckt ruhen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung weiter vorbereiten.

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Die Kartoffeln müsst ihr abgießen und dann stampfen. Sie dürfen jetzt ein wenig abkühlen.

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Dann erhitzt ihr ein Stück Butter in der Pfanne und schneidet die Zwiebeln in kleine Würfel. Ist die Butter zerlassen und brutzelt schon ein bisschen, gebt ihr die Zwiebelwürfel dazu. Aber Achtung: nur auf kleiner Flamme, damit sie nicht zu braun werden.

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Am Ende sollen die Zwiebel eine gelb-braune Farbe haben, so wie hier.

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Die Hälfte der Zwiebeln gebt ihr dann in die Kartoffelmasse. Die andere Hälfte lasst ihr einfach in der Pfanne neben dem Herd stehen. Die braucht ihr ganz am Ende nochmal.

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Den Schichtkäse könnt ihr mit einer Gabel verrühren, bevor er zu der Kartoffel-Zwiebel-Mischung in den Topf kommt.

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Wenn ihr alles vermischt habt, kommt Pfeffer zur Füllung.

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Mit Pfeffer müsst ihr nicht sparen. Meine Schwiegermutter sagt, Piroggen mögen Pfeffer. Die Füllung könnt ihr dann beiseite legen, jetzt geht’s mit dem Teig weiter.

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Diesen am besten in drei gleichgroße Teile schneiden, die ihr alle nacheinander bearbeitet.

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Den Teig so mit dem Nudelholz ausrollen, dass er am Ende etwa 2 mm dick ist.

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Dann könnt ihr mit einem Glas runde Teigtaler ausstechen.

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Wenn ihr die Unterlage vorher mit Mehl bestäubt, kleben die Taler nicht daran fest.

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Dann verteilt ihr die Füllung mit einem Teelöffel gleichmäßig auf die Teigtaler, bis sie ganz aufgebraucht ist. Und jetzt kommt der Trick meiner Schwiegermutter: Sie feuchtet die Ränder mit Wasser an, bevor sie sie zusammen klebt. Das könnt ihr euch im Video genauer ansehen.

 

Habt ihr die Ränder verklebt und mit den Finger zusammengedrückt, könnt ihr mit der Gabel die Ränder verzieren.

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Dann bringt ihr Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen. Die gefüllten Teigtaschen könnt ihr in der Zwischenzeit abgedeckt warten lassen, damit sie nicht austrocknen.

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Kocht das Wasser, gebt ihr die Piroggen langsam hinein und dreht die Hitze runter. Wenn die Piroggen fertig sind, steigen sie an die Wasseroberfläche.

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Am besten lasst ihr sie dann noch 2-3 Minuten ziehen, bevor ihr sie mit einer Schöpfkelle rausholt und in einem Sieb abtropfen lasst.

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Sind die Piroggen abgetropft, kommen sie nochmal mit den übrigen Zwiebeln für ein paar Minuten in die Pfanne.

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Und dann können sie heiß serviert werden.

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Piroggen schmecken am besten mit…

…einem Glas Buttermilch dazu. Man kann aber auch grünen Salat dazu machen, wie bei Maultaschen. Das Gläschen Wodka danach ist, so wie auch die Jungs von Pan Kowalski sagen gesagt haben, in Polen natürlich Pflicht.

Übrigens:

Pierogi ruskie sind vegetarisch und werden in Polen deshalb meistens freitags gegessen.