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Chicken Masala von der Fernsehköchin -

Chicken Masala von der Fernsehköchin

Chicken Tikka MasalaDie indische Küche ist großartig. Deswegen habe ich auch schon oft versucht Zuhause indisch zu kochen. Leider vergebens. Viele Rezepte und sogar einige Fertiggerichte später, hat mir meine Familie einen indischen Kochkurs zum Geburtstag geschenkt. Und der wirkte Wunder.

Ich muss mit einem Profi verreisen

Neetu Suresh bringt mir also endlich indisch kochen bei. Sie stammt aus Bangalore in Südindien und lebt mit ihrem Mann seit 8 Jahren in Deutschland. In Indien war Neetu eine bekannte Fernsehköchin. Sie hat dort in drei verschiedenen Kochshows gekocht. Am liebsten würde sie ihr eigenes Restaurant eröffnen, aber das gefällt ihrem Mann nicht. Deswegen gibt sie Kochkurse in München.

Indischer Kochkurs02Ausgerechnet Chicken Masala

Wir werden ein komplettes indisches Menü kochen, aber erst besprechen wir die Rezepte bei frischen Papadam und einer Tasse Chai. Auf dem Plan für heute stehen: selbst gemachtes Naan-Brot, indischer Reis, vegetarisches Auberginen-Curry, indischer Salat, ein Dessert und Chicken Masala. Meine Überraschung ist groß, als ich das höre. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, dachte ich nämlich, dass Chicken Masala eine britische Erfindung sei. Neetu widerspricht mir aber. Viele würden das glauben, sagt sie. Es sei aber durchaus ein indisches Gericht. In den indischen Restaurants in Deutschland sei das Gericht allerdings stark abgewandelt. Sie verspricht, dass wir heute die typisch indische Variante kochen. Na dann, lasst uns Indien mit einem Chicken Tikka Masala bereisen!

Was ist typisch indisch?

Typisch indisch heißt für Neetu auch, dass wir keine Zutaten verwenden, die nur dafür da sind, das Gericht zu färben. Heute wird also alles natürlich sein. Ansonsten ist es allerdings schwer zu sagen, was typisch indisch ist. Was ein Inder isst, hängt von der Region, seiner Religion, seiner Kaste und seinem Wohlstand ab. Auf der Seite des Kochkurses schreibt Neetu dazu:

In India, food is linked to one’s culture and identity so closely that it varies from region to region. Most of the kitchen has their own secret recipes, ingredients or way of preparing certain recipes which make the dish completely unique.“

Trotzdem gebe es grundlegende Prinzipien beim Kochen, die für das ganze Land gelten. Und die beruhen auf der ayurvedischen Medizin. Kräuter und Gewürze sind da nicht nur für Aroma und Geschmack zuständig. Sie sollen laut Neetu auch die Verdauung anregen, antibakteriell wirken oder den Cholesterinspiegel senken.

Veggies haben’s leicht

Wer kein Fleisch mag, ist in der indischen Küche genau richtig. Ein Großteil der Bevölkerung lebt nämlich vegetarisch. Von den meisten Gerichten gibt es deswegen auch eine vegetarische Variante. Das Chicken Masala kann man zum Beispiel hervorragend mit Kichererbsen aus der Dose zubereiten (Chana Masala) oder mit Paneer, das ist der indische Frischkäse, der ein bisschen an Tofu erinnert (Paneer Masala). Paneer kann man leider nicht in jedem Supermarkt kaufen, aber man kann ihn selbst machen: In diesem Video wird das gut erklärt. 

Gelingt ein Gericht nicht, bekommt es einen anderen Namen

Für das Chicken Masala schneide ich als erstes die Zwiebel, Tomaten und das Hühnchen klein. Ingwer und Knoblauch müssen extrem fein gehackt werden, weil sie danach mit den gemahlenen Gewürzen zu einer Paste werden. Neetu hat uns zwar Mengenangaben ins Rezept geschrieben, ist aber eigentlich ganz anderer Meinung:

We don’t need any measurement in Indian food. Indian food is very easy. You don’t need to follow any rules. If you mess something up, then just give it another name.“

 

Tikka Masala PasteNeben Ingwer und Knoblauch kommen noch Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Garam Masala und Paprikapulver in die Paste. Ist sie einmal angerührt, geht alles ganz schnell und einfach. Als erstes erhitze ich Öl in einem Topf und gebe ein Stück Zimtstange und ein paar Kardamomkapseln hinein. Das soll dem Öl ein gutes Aroma verleihen. Nach 30 Sekunden fische ich die Zimtstange und die Kapseln mit einem Sieb wieder raus. Jetzt müssen die Zwiebel ins Öl. Sind sie braun, kommt die Masala Paste dazu. Eine Minute später folgen die Tomaten. Am Ende noch die Hühnchenwürfel dazu und dann lasse ich alles für 10-12 Minuten köcheln. Sobald das Fleisch durch ist, kippe ich Kokosmilch in den Topf. Nochmal fünf Minuten später kommt das Masala mit Koriander bestreut auf den Tisch.

Chicken Masala

Naan aus dem Tandoori-Ofen

Die perfekte Beilage zum Tikka Masala ist Naan Brot. In Indien werden die Brotfladen normalerweise in einem Tandoori-Ofen gebacken. Den haben die wenigstens von uns zu Hause, deswegen ist es gut, dass man die Fladen auch in einer beschichten Pfanne zubereiten kann. Neetu macht das selbst Zuhause auch so. Die Fladen müssen nur ein paar Minuten von jeder Seite in der Pfanne gebacken werden – ganz ohne Öl.

Roti bzw NaanMit dem Brot lässt sich das Masala hervorragend mit den Fingern essen. Einfach ein Stück davon abreißen und damit die Sauce einhändig schaufeln.

Und wie schmeckt Indien?

Es ist das erste genießbare indische Gericht, das ich selbst gekocht habe. Und es schmeckt wirklich ausgezeichnet. Die Masala-Sauce ist fruchtig-süß und schmeckt toll nach Gewürzen und trotzdem total natürlich. Aber auch die anderen Gerichte sind lecker und einfach in der Zubereitung. So einfach, dass ich nie wieder zu einem indischen Fertiggericht greifen werde. Versprochen! Wer auch einen Kochkurs bei Neetu machen will, kann das über Koch Dich glücklich in München buchen.